"Einzigartige und grandiose Veranstaltung"

Über 500 Menschen mit und ohne Erkrankungen tummelten sich am 05. Mai auf dem Sportcampus in der Jahnallee und nahmen an unseren Turnieren und Bewegungsangeboten teil oder legten das Deutsche Sportabzeichen ab. Hinzu kamen eine Vielzahl von Selbsthilfegruppen und -vereinen mit ihren Infoständen sowie zahlreiche Besucher und Angehörige. Sie alle zeigten: „Selbsthilfe bewegt!“

Eröffnet wurde unsere Veranstaltung von Prof. Dr. Petra Wagner (Leiterin des Instituts für Gesund-heitssport und Public Health der Universität Leipzig und Schirmherrin des Cup of Pearl), Petra Göb-bels (Gesundheitsmanagerin Prävention der ikk classic Leipzig), Kerstin Kirmes (Leiterin Amt für Sport Leipzig), Christian Rösler (Geschäftsführer Sächsischer Behinderten- und Rehabilitationssportverband und 1. Vorsitzender REHASPORT Leipzig e.V.) und Thomas Seyde (Psychiatriekoordinator der Stadt Leipzig, Gesundheitsamt). Bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen ging es sogleich mit den Turnieren und Bewegungsangeboten los.

Bulli, das Maskottchen von RB Leipzig, machte den Anstoß zum 11. Cup of Pearl. Zehn Teams aus psychosozialen Einrichtungen und Vereinen traten gegeneinander an. Auf hohem Niveau wurde um jedes Tor gekämpft. Viele Teams waren auf Augenhöhe und so wurde der Gruppensieg der Vorrunde bereits im 9-Meter-Schießen ermittelt. Im Spiel um Platz 3 standen sich dann „Holt schon mal Verstärkung“ vom Städtischen Klinikum St. Georg und das Team „Ariadne 2“ vom RSL gegenüber. Ariadne 2 gewann mit 2:0 und konnte sich die Bronzemedaille sichern. Das Finale bestritten das Team „Ariadne 1“ und „Durchblick e.V.“. Die Titelverteidigung war für den RSL zum Greifen nahe, doch unser Team musste sich knapp mit 2:3 geschlagen geben. Der Sieg ging in diesem Jahr an „Durchblick e.V.“. Herzlichen Glückwunsch!

Beim Volleyballturnier in der Ernst-Grube-Halle traten in diesem Jahr sogar 12 Teams an. Das Turnier erfreut sich immer größerer Beliebtheit und wächst seit der erstmaligen Austragung 2016 stetig. Die beiden Teams der Soteria Klinik konnten sich in ihren Gruppen ohne Niederlage souverän durchsetzen und standen sich, wie im letzten Jahr, im Finale gegenüber. Der Doppelsieg war also vorprogrammiert. Am Ende setzte sich „Soteria 1“ mit 19:11 gegen „Soteria 2“ durch. Im Spiel um Platz 3 traten das Team der Johanniter-Akademie und der ITK (Internationaler Trainerkurs) der Universität Leipzig gegeneinander an. Mit 24:6 gewann der ITK deutlich und sicherte sich die Bronzemedaille. Wir gratulieren!

Beim Rollstuhlrugby und Rollstuhlbasketball traten insgesamt 30 Sportler aus Leipzig und Umgebung an. Zunächst wurde beim Rollstuhlbasketball um jeden Korb gekämpft. Hier gewann das Team „Rapunzel“, vor „Leipzig/Halle“ und „Nicht Zwen“. Danach wurde im Rollstuhlrugby das lederne Ei gepasst und abgelegt. Das Turnier konnte das Team des RSL, die „Rugby Löwen Leipzig“, für sich entscheiden. Auf Platz 2 kamen die „Thuringa Bulls“, Dritter wurde „NOZ Rehability“. Gratulation!

Die restlichen Hallen wurden für Mitmach- und Bewegungsangebote wie beispielsweise Qi Gong, Tanzen, Rhythmische Gymnastik, Gefäßtraining oder Achtsames Atmen genutzt. Über 100 Menschen probierten die kostenlosen Angebote aus und sammelten so neue Bewegungserfahrungen.

In diesem Jahr erstmals dabei war der Stadtsportbund Leipzig mit der Abnahme des Deutschen Sportabzeichens und des Kindersportabzeichens Flizzy. Sportlerinnen und Sportler konnten sich in den verschiedenen Disziplinen prüfen und ihre Ausdauer, Kraft und Koordination unter Beweis stellen. Insgesamt 120 Mal wurde der Fitnessorden an Erwachsene vergeben, 30 Mal an Kinder. Der Stadtsportbund möchte auch im nächsten Jahr wieder dabei sein und diese tolle Möglichkeit des Fitnesstests bieten.

Auf der Wiese vor der Ernst-Grube-Halle waren außerdem 30 Selbsthilfegruppen und -vereine, eine Beratungsstelle und ein weiterer Leipziger Verein mit ihren Infoständen vertreten. Die Besucher konnten hier ihr Wissen beim Zeckenquiz testen, eine Schlafbrille basteln, den Suchtparcours durchlaufen, sich über die Angebote der Gruppen und Vereine informieren oder sich in ihrer aktuellen Lebenssituation beraten lassen. Tolle Musik der Band „Trockenrock“, leckere Snacks im Selbsthilfe-Café und Getränke von der Limobar rundeten den sportlich-informativen Tag ab.

Auch die Damen und Herren von der Eröffnung waren von der Veranstaltung begeistert. „Eine einzigartige und grandiose Veranstaltung, die seines gleichen sucht“, lobte Kerstin Kirmes, die Leiterin des Amts für Sport Leipzig. Christian Rösler (Geschäftsführer Sächsischer Behinderten- und Rehabilitationssportverband) schloss sich an: „Sachsenweit sucht man vergebens nach so einer Veranstaltung in dieser Größenordnung und in der geballten Form der besonderen Klientele, die angesprochen und zum Mitmachen bewogen wurden.“

Wir danken den Sponsoren und Partnern sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern für die Unterstützung und freuen uns auf „Selbsthilfe bewegt! 2019“ am 11. Mai 2019

Weitere Bilder der Veranstaltung finden Sie in unserer Galerie.